WEBVTT - generated by Videoportal FH Dortmund

1
00:00:00.040 --> 00:00:03.680
Drei, zwei, eins. Und bitte!

2
00:00:04.440 --> 00:00:09.000
Sehr geehrte Damen und Herren, Ich freue mich,
Sie beim DART-Symposium

3
00:00:09.000 --> 00:00:12.200
Wissenschaftskommunikation und Kommunikation
in der Wissenschaft, zu begrüßen.

4
00:00:19.920 --> 00:00:22.880
Die Fachhochschule Dortmund hat junge

5
00:00:22.880 --> 00:00:27.840
Forscher*innen eingeladen, neue Wege der Wissenschaftskommunikation
auszuprobieren.

6
00:00:29.800 --> 00:00:31.760
Können wir uns als Wissenschaftler*innen verbessern?

7
00:00:31.760 --> 00:00:36.200
Können wir verbessern wie wir Fakten kommunizieren?

8
00:00:36.200 --> 00:00:39.760
Es ist erstaunlich, dass Wissenschaftler*innen
heute in den Medien so beliebt sind!

9
00:00:40.000 --> 00:00:45.680
Ich habe mich gefragt, ob Sie eine Chance oder
sogar eine Gefahr darin sehen,

10
00:00:45.680 --> 00:00:50.320
dass besonders Nicht-Experten in sozialen Medien
über Wissenschaft diskutieren?

11
00:00:50.320 --> 00:00:55.920
Wissenschaftler*innen können sich direkt an
die Öffentlichkeit wenden.

12
00:00:55.920 --> 00:00:58.440
Und ich denke, dass es gut ist, dass es mehr
Schultern gibt

13
00:00:58.440 --> 00:01:00.000
als nur die offiziellen.

14
00:01:00.000 --> 00:01:01.000
Ich möchte die Menschen aufklären.

15
00:01:02.000 --> 00:01:04.000
Ich muss die Gesellschaft informieren.

16
00:01:04.000 --> 00:01:08.000
Oder vielleicht sagen Sie auch, ich möchte
Menschen unterhalten.

17
00:01:08.000 --> 00:01:11.000
Denn Wissenschaft macht auch Spaß, ich kann
sie mit Humor verbinden

18
00:01:11.000 --> 00:01:13.000
und so Interesse wecken.

19
00:01:13.000 --> 00:01:16.000
Wissenschaftliche Erkenntnisse brauchen Zeit.

20
00:01:16.000 --> 00:01:19.000
Aber in Zeiten von Corona, und in Zeiten des
Klimawandels,

21
00:01:19.000 --> 00:01:22.000
stehen wir unter Druck, wir haben keine Zeit.

22
00:01:22.000 --> 00:01:26.000
Ich denke, der Wert der Wissenschaftskommunikation
für die Demokratie in der Gesellschaft

23
00:01:26.000 --> 00:01:28.000
wird zunehmend erkannt.

24
00:01:28.000 --> 00:01:33.000
Nicht nur in den Medien oder von mir, sondern
auch im deutschen Wissenschaftssystem.

25
00:01:33.000 --> 00:01:37.000
Und in meinen Augen, wie ich schon ein paar
Mal erwähnt habe,

26
00:01:37.000 --> 00:01:41.000
lohnt es sich, dass Hochschulen Wissenschaftskommunikation

27
00:01:41.000 --> 00:01:43.000
unterstützen und fördern,

28
00:01:43.000 --> 00:01:45.000
weil es sich in Forschung und Lehre auszahlen
wird.

29
00:01:45.000 --> 00:01:51.000
Experten wie Journalist*innen, zum Beispiel,
aber auch Wissenschaftler*innen.

30
00:01:51.000 --> 00:01:54.000
Die Menschen sind wirklich interessiert an
Wissenschaft.

31
00:01:54.000 --> 00:01:58.000
Das ist unser Publikum. Wir müssen diese Menschen
ansprechen.

32
00:01:58.000 --> 00:02:01.000
Das ist die gute Nachricht. Menschen interessieren
sich für Wissenschaft.

33
00:02:01.000 --> 00:02:04.000
Die schlechte Nachricht ist diese hier:

34
00:02:04.000 --> 00:02:07.000
Die Frage war: Wie sehr vertrauen Sie Wissenschaft
und Forschung?

35
00:02:08.000 --> 00:02:14.000
13 % antworteten mit "Ich vertraue sehr." 41%
antworteten: "Ich vertraue eher."

36
00:02:15.000 --> 00:02:18.000
Und schockierende 39% sagten:

37
00:02:18.000 --> 00:02:22.000
"Ich weiß nicht, ob ich der Wissenschaft vertrauen
soll oder nicht."

38
00:02:22.000 --> 00:02:25.000
Das ist eine Zahl, die mich nachts wach hält.

39
00:02:25.000 --> 00:02:28.000
Deswegen mache ich Wissenschaftskommunikation.

40
00:02:28.000 --> 00:02:33.000
Denn wenn wir 40% der Menschen in unserer Gesellschaft
für die Wissenschaft verlieren,

41
00:02:33.000 --> 00:02:35.000
sind wir in echten Schwierigkeiten.

42
00:02:35.000 --> 00:02:40.000
Wir sind gerade in einer Situation in Deutschland,
wo wir sehen, dass eine kleine Minderheit

43
00:02:40.000 --> 00:02:43.000
von Menschen, die sich von der Wissenschaft
abwenden,

44
00:02:43.000 --> 00:02:47.000
einen echten Einfluss auf die Entscheidungen
haben können, die hier getroffen werden.

45
00:02:47.000 --> 00:02:50.000
Was wir brauchen, ist wissenschaftliches Verständnis
in der Gesellschaft.

46
00:02:51.000 --> 00:02:55.000
Wir müssen erklären, was wissenschaftliches
Denken ist.

47
00:02:55.000 --> 00:02:59.000
Heutzutage verlangen alle nach Dialog.

48
00:02:59.000 --> 00:03:01.000
Citizen Science ist also ein sehr großes Thema.

49
00:03:01.000 --> 00:03:04.000
Es wird ein Thema für das ganze nächste Jahr
sein.

50
00:03:04.000 --> 00:03:08.000
Erzählen Sie eine gute Geschichte, damit die
anderen die Informationen weiterleiten.

51
00:03:08.000 --> 00:03:11.000
Ich bin mir nicht sicher, ob wir Wissenschaft
verkaufen sollten,

52
00:03:11.000 --> 00:03:15.000
aber ich mag die Idee von wissenschaftlichen
Vorbildern

53
00:03:15.000 --> 00:03:17.000
denn das ist etwas, was wir brauchen.

54
00:03:17.000 --> 00:03:20.000
Wenn ich an interdisziplinäre Wissenschaft
denke,

55
00:03:21.000 --> 00:03:26.000
will ich vor allem Menschen aus verschiedenen
Disziplinen,

56
00:03:26.000 --> 00:03:29.000
die sich verpflichtet haben miteinander zu
arbeiten, befähigen,

57
00:03:29.000 --> 00:03:34.000
einen Weg zueinander zu finden oder Verbindungen
herzustellen.

58
00:03:34.000 --> 00:03:37.000
Wir möchten versuchen, Kommunikationsdynamiken
herzustellen oder zu verstärken,

59
00:03:37.000 --> 00:03:42.000
in denen Menschen bereit sind, Lehrer zu sein,
wenn es angebracht ist

60
00:03:42.000 --> 00:03:44.000
und Schüler, wenn es angebracht ist.

61
00:03:44.000 --> 00:03:47.000
Man kann einfach keine Wissenschaft betreiben,
ohne ein guter Kommunikator zu sein.

62
00:03:49.000 --> 00:03:51.000
Ich würde sagen, das ist wahrscheinlich die
Botschaft.

63
00:03:51.000 --> 00:03:53.000
Seien Sie bescheiden in Ihrer Kommunikation.

64
00:04:04.000 --> 00:04:06.000
Ich bin sehr beeindruckt

65
00:04:06.000 --> 00:04:10.000
von den verschiedenen Präsentationsarten der
Arbeiten.

66
00:04:10.000 --> 00:04:14.000
Ich war in einer VR-Umgebung, ich war im Kino...

67
00:04:14.000 --> 00:04:17.000
Ich denke, heutzutage gibt es so viele Möglichkeiten.

68
00:04:17.000 --> 00:04:21.000
Du kannst tweeten, du kannst Videos machen,
du kannst auf die Bühne gehen...

69
00:04:21.000 --> 00:04:24.000
Meine Ergebnisse an Unternehmen zu kommunizieren

70
00:04:24.000 --> 00:04:28.000
ist sehr wichtig, denn so können wir direkt
eine Wirkung erzielen.

71
00:04:28.000 --> 00:04:34.000
Die Studierenden müssen schon früh über
Forschung und Methodik

72
00:04:34.000 --> 00:04:39.000
im Umfeld ihrer Forschung nachdenken. Evidenzbasierte
Arbeit ist sehr wichtig.

73
00:04:39.000 --> 00:04:43.000
Was enthält Ihrer Meinung nach mehr Nährstoffe?

74
00:04:44.000 --> 00:04:45.000
Dieser Cheeseburger hier?

75
00:04:46.000 --> 00:04:47.000
Oder dieser…

76
00:04:48.000 --> 00:04:49.000
Stein?

77
00:04:50.000 --> 00:04:51.000
In der Tat.

78
00:04:52.000 --> 00:04:54.000
Nein, nein, natürlich nicht. Es ist der Stein.

79
00:04:54.000 --> 00:04:57.000
Und ich bin sehr froh und stolz,

80
00:04:57.000 --> 00:05:01.000
dass wir jetzt weitergehen können zum Preis
für Wissenschaftskommunikation

81
00:05:01.000 --> 00:05:02.000
für Nachwuchswissenschaftler*innen.

82
00:05:02.000 --> 00:05:05.000
Ich freue mich, heute drei Auszeichnungen zu
überreichen.

83
00:05:05.000 --> 00:05:07.000
Und zusätzlich den Publikumspreis.

84
00:05:20.000 --> 00:05:23.000
Mein Name ist Nils Corte, und ich

85
00:05:23.000 --> 00:05:26.000
arbeite zusammen mit meinem Kollegen Roman
Senkl und dem gesamten

86
00:05:26.000 --> 00:05:28.000
Team bei minuseins.

87
00:05:28.000 --> 00:05:32.000
Wir bauten die VR-Infrastruktur für das

88
00:05:32.000 --> 00:05:34.000
DART-Symposium.

89
00:05:34.000 --> 00:05:38.000
Ich denke, es ist ein großartiges Werkzeug
um Menschen überall auf der Welt zu treffen,

90
00:05:38.000 --> 00:05:43.000
weil sie die Möglichkeit haben alle gemeinsam
im selben Raum zu sein.

91
00:05:43.000 --> 00:05:47.000
Und man kann sehr schnell brainstormen, weil
man zum Beispiel gemeinsam

92
00:05:47.000 --> 00:05:49.000
ein Whiteboard im 3D-Raum nutzen kann.

93
00:05:49.000 --> 00:05:55.000
Im Grunde ist es also ein sehr, sehr fortschrittliches
Holodeck,

94
00:05:56.000 --> 00:05:58.000
um mit Studierenden ins Gespräch zu kommen
und Dinge zu erklären,

95
00:05:58.000 --> 00:06:00.000
weil man so viele unterschiedliche Medien nutzen
kann.

96
00:06:00.000 --> 00:06:02.000
Es umgibt einen und man hat viel Platz.

97
00:06:02.000 --> 00:06:06.000
Man ist nicht auf einen kleinen Raum beschränkt.

98
00:06:06.000 --> 00:06:09.000
Ich denke also, dass es sehr großes Potenzial
hat.

99
00:06:09.000 --> 00:06:16.000
Was wirklich eine Herausforderung ist, ist
es, die Leute vorzubereiten und abzuholen.

100
00:06:16.000 --> 00:06:18.000
Denn wenn Personen nicht gewohnt sind,

101
00:06:18.000 --> 00:06:22.000
Computerspiele zu spielen und wissen, wie sie
sich in einer 3D-Welt zu verhalten haben,

102
00:06:22.000 --> 00:06:26.000
müssen sie das erst lernen, damit die ganze
Sache funktioniert.

103
00:06:26.000 --> 00:06:31.000
Ich denke, für die nächsten Generationen
wird dies wirklich ein Punkt in der Bildung
sein,

104
00:06:31.000 --> 00:06:35.000
vor allem an Universitäten, weil es so viele
Möglichkeiten bietet.

105
00:06:36.000 --> 00:06:37.000
Hallo.

106
00:06:37.000 --> 00:06:38.000
Mein Name ist Tobias Bieseke.

107
00:06:38.000 --> 00:06:43.000
Ich bin wissenschaftlicher Mitarbeiter der
FH Dortmund im storyLab kiU im Dortmunder U,

108
00:06:43.000 --> 00:06:45.000
im Zentrum für Kunst und Kreativität.

109
00:06:45.000 --> 00:06:50.000
Unser Team, besonders Azziza and Elisa, haben
den Content erstellt

110
00:06:50.000 --> 00:06:56.000
und ihn dann an minuseins übergeben, welche
die 3D-Umgebung in

111
00:06:56.000 --> 00:07:01.000
Mozilla Hubs überführt, und die Interaktionsmöglichkeiten
gebaut haben.

112
00:07:01.000 --> 00:07:05.000
Mir gefällt der Ansatz, ein Hybridformat zu
schaffen,

113
00:07:06.000 --> 00:07:12.000
das zwischen der physischen Realität und der
virtuellen Darstellung der Realität liegt.

114
00:07:12.000 --> 00:07:15.000
Es reicht nicht aus, die Realität nachzubauen.

115
00:07:15.000 --> 00:07:23.000
Wir müssen einen neuen virtuellen Raum schaffen
und ihn mit einer anderen Leidenschaft gestalten.

116
00:07:23.000 --> 00:07:32.000
Und wir müssen die Chance nutzen, eine künstlerische
Realität, eine künstliche Welt zu schaffen,

117
00:07:32.000 --> 00:07:39.000
um miteinander in Kontakt zu treten, zu kommunizieren,
zu interagieren, zu reagieren und sich zu begegnen.

118
00:07:40.000 --> 00:07:44.000
Ich denke der erste Schritt war ein guter Schritt,
in die richtige Richtung,

119
00:07:44.000 --> 00:07:51.000
und wir haben versucht, herauszufinden, welche
Möglichkeiten wir in Zukunft nutzen können.

120
00:07:52.000 --> 00:07:56.000
Ich mag den Ansatz und dass

121
00:07:56.000 --> 00:08:01.000
die FH Dortmund wirklich den Sprung in die
virtuelle Realität gewagt hat.

122
00:08:01.000 --> 00:08:06.000
Ich denke, dass es immer der erste Schritt
ist, den man wirklich tun muss

123
00:08:06.000 --> 00:08:11.000
bevor man eine Ahnung davon bekommt, was die
neuen Medien tatsächlich leisten können.

124
00:08:11.000 --> 00:08:13.000
Und ja, vielen Dank.

